Differentielle Phasenkontrastmikroskopie an magnetischen Ringstrukturen

Thomas Uhlig

Betreuer: Prof. Dr. Joe Zweck

Datum der mündlichen Prüfung: 1.12.04



Die Differentielle Phasenkontrastmikroskopie (DPC) 1 wird als Lorentzmikroskopische Technik seit einiger Zeit erfolgreich zur Untersuchung magnetischer Strukturen eingesetzt. Erstmals konnte diese Methode zur magnetischen Abbildung in digitaler und vollautomatisierter Weise in ein FEI Tecnai F30 Transmissionselektronenmikroskop implementiert werden. Hierdurch wurde ein Verfahren ermöglicht, das in der Lage ist, Hysteresekurven von einzelnen magnetischen Strukturen im Mikro- und Submikrometerbereich aufzunehmen 2. Nur wenige Methoden 3 können dies leisten, wobei jedoch etwa durch die Entwicklung neuartiger magnetischer Speicherbausteine ein starker Bedarf an solchen Untersuchungsmethoden besteht 4. Die DPC-Technik wurde in dieser Arbeit auf magnetische Ringstrukturen aus Permalloy angewandt. Mittels der Hysteresekurven konnte das Schaltverhalten untersucht, wegen der hohen Auflösung der Technik die Struktur der Domänenwände aufgeklärt 5 und die Bewegung magnetischer Vortizes in externen Magnetfeldern vermessen werden.

Die Arbeit erscheint in Kürze im Logos-Verlag Berlin.


Literatur

  1. Chapman J.N., J. Phys. D : Appl. Phys. 17, 623-647 (1984).

  2. Uhlig T., Zweck J.: Ultramicroscopy 99, 137-142 (2004).

  3. Wernsdorfer W. et al.: J. Magn. Magn. Mat. 145, 33-39 (1995); Cowburn R.P., Koltsov D.K., Adeyeye A.O., Welland M.E.: Appl. Phys. Lett. 73, 3947-3949 (1998); Pulwey R., Rahm M., Biberger J., Weiss D.: IEEE Trans. Magn. 37, 2076-2078 (2001).

  4. Tehrani S. et al.: J. Appl. Phys. 85, 5822-5827 (1999).

  5. Uhlig T., Zweck J.: Phys. Rev. Lett. 93, 047203 (2004).